Marokko: Reise durch den Hohen Atlas (Tag 4)

Bergpass Tizi n’Tichka

Auf 2260 m Höhe kommt man durch den Hohen Atlas aus Marokko nach Ouarzazate im Saharavorland – die Straße ist in einer erstaunlicher guten Kondition – wurde vor ein paar Jahren neu gebaut. Die alte Straße war deutlich gefährlicher, schmaler und Kurvenreicher. Dessen Spuren sieht man da noch oft, wo die alten Kurven durchgeschneiden sind. Der Weg fdühlt sich sehr modern und gemütlich und bietet atemberaubernde Blicke auf die bunten Gebirge. Im Wintermonaten ist aber nach heftigen Schneefällen oft gesperrt. Auf dem höchsten Punkt verkaufen die Einheimischen für den Atlas Gebirge typischen Mineralien und Geoden – gute Gelegenheit meine Verhandlungstaktike zu üben in 1-zu-1 Situationen, wo die Verkäufer alles erzählen über die Herkunft der Steine, den angeblichen Mineralieninhalt und die finanzielle Situation ihrer Familien. Sie waren alle Nett und man kann sich mit einer Mischsprache von Französisch, English und Deutsch gut verständigen.

Ksar von Aït-Ben-Haddou

Auf der Südseite der Hohen Atlas haben wir das befestigtes Dorf (ksar auf Arabisch) Aït-Ben-Haddou besucht. Es liegt am Fuße des Hohen Atlas in der Provinz Ouarzazate in etwa 1300 m Höhe. Der Ortskern istvon der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Das Dorf hat etwa 2000 Einwohnern, die aber nicht mehr in dem alten Stadtkern wohnen, sondern auf der rechten Ufer des Flusses, da es bis vor der Bau eines Betnbrückes vor ein Paar Jahren wegen Hochwasser oft von der Zivilisation abgeschnitten wurden.

Kasbah Taourirt in Ouarzazate

Eine Festungsanlage oberhalb der Altstadt (Medina) wird auf Arabisch als Kasbah bezeichnet. Der Kasbah Taourirt wurde in der 19. Jahrhundert aus Stamphlehm und Lehmziege erbaut als wichtiger Ort für die Dromedarkaravane – Waren, die durch die Sahara reisten, wurden hier gelagert. Das Komplex wurde in 2025 restoriert und daher steht es von innen heute leer – außer die Wände sieht man hier nichts.

Leave a Reply